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Bevölkerungsstand

Knapp 270'000 Einwohnerinnen und Einwohner

Ende 2016 zählte der Kanton Thurgau 269‘731 Einwohnerinnen und Einwohner. Dies sind rund 3‘200 Personen mehr als im Vorjahr. Mit 1,2 % ist die Wachstumsrate nach wie vor stattlich, sie liegt aber etwas tiefer als in den Vorjahren. Bereits seit zehn Jahren, seit Einführung der Personenfreizügigkeit, nimmt die Bevölkerungszahl um mehr als ein Prozent pro Jahr zu. 2008 und 2012 waren es gar 1,6 % gewesen.

Bezirk Frauenfeld beim Bevölkerungswachstum an der Spitze

Etwa ein Drittel der neuen Einwohnerinnen und Einwohner liessen sich im Bezirk Frauenfeld nieder. Dort gab es vor allem eine Bevölkerungszunahme in den Gemeinden Frauenfeld (+320 Personen) und Gachnang (+230). Neben dem Bezirk Frauenfeld (+1,7 %) legte auch die Bevölkerung im Bezirk Arbon deutlich zu (+1,4 %). Hier hatten allen voran Amriswil (+250 Personen), Egnach (+120) und Roggwil (+100) einen deutlichen Bevölkerungsgewinn.

Geringe Bevölkerungszunahme in der Stadt Kreuzlingen

Der Bezirk Kreuzlingen, der vor einigen Jahren durch ein weit überdurchschnittliches Bevölkerungsplus aufgefallen war, wächst seit zwei Jahren gemächlicher. Das starke Wachstumstempo im Bezirk war unter anderem auf die Bevölkerungszunahme in der Stadt Kreuzlingen zurückzuführen. 2016 blieb hier die Einwohnerzahl nahezu gleich. Münsterlingen (4,4 %), Ermatingen (3,3 %) und Tägerwilen (3,0 %), die in den vergangenen Jahren ebenfalls oft überdurchschnittlich viele neue Einwohnerinnen und Einwohner verzeichnet hatten, legten auch 2016 kräftig zu.

Mehr Einwohner als im Vorjahr in fast allen Thurgauer Gemeinden

69 der 80 Thurgauer Gemeinden registrierten mehr Einwohnerinnen und Einwohner als ein Jahr zuvor. Das Wachstum fiel in diesen Gemeinden jedoch recht unterschiedlich aus. In gut einem Drittel betrug der Anstieg weniger als ein Prozent (26 Gemeinden) und in einem knappen Drittel mehr als 2 % (21 Gemeinden).
11 Gemeinden hatten weniger Einwohner als im Vorjahr.

In kleineren Gemeinden verursacht ein Wegzug oder Zuzug von einigen Personen oder Familien bereits hohe Veränderungsraten. Die stärkste Bevölkerungszunahme verzeichnete 2016 beispielsweise Dozwil mit 6,8 %. Dies entsprach 46 Personen. In Aadorf fiel die absolute Zunahme ähnlich aus, die Vorjahresveränderung betrug jedoch lediglich 0,5 %. 

Ausländische Bevölkerung wächst langsamer

Der Bevölkerungszuwachs ist hauptsächlich auf Einwanderungen zurückzuführen. Das Wachstum der ausländischen Wohnbevölkerung schwächte sich 2016 jedoch erneut ab. Mit 2,3 % blieb die Zunahme aber relativ hoch und auch ausgeprägter als in der Gesamtschweiz (1,8 % gemäss Staatssekretariat für Migration).
Per Ende 2016 wohnten rund 65‘300 Ausländerinnen und Ausländer im Thurgau. Deutsche bilden mit rund 21‘500 Personen die grösste Ausländergruppe. Anschliessend folgen Personen aus Italien (9‘300), Mazedonien (6‘900) und Portugal (4‘700).
Gemessen an der Einwohnerzahl haben Staatsangehörige aus Ungarn und Polen am kräftigsten zugelegt (+19 % und +13 %). Absolut gesehen verzeichnen jedoch nach wie vor Deutsche die stärkste Zunahme (+380 Personen).

-> mehr zum Thema Ausländische Wohnbevölkerung

Demografische Alterung setzt sich fort

Seit Jahren wächst die ältere Bevölkerung markant. 2016 betrug das Wachstum der über 65-Jährigen 2,6 %. Personen im Erwerbsalter haben um lediglich 1,0 % zugelegt. 17 % der Thurgauer Bevölkerung oder rund 45‘900 Menschen waren Ende 2016 über 65 Jahre alt. Vor zehn Jahren waren es noch knapp 15 % gewesen. Der Anteil der jüngeren Bevölkerung schrumpfte im gleichen Zeitraum von 24 % auf 20 %.
Grund für den demografischen Wandel sind niedrige Geburtenraten und eine steigende Lebenserwartung. Hat eine Thurgauerin oder ein Thurgauer heute das Alter von 65 Jahren erreicht, kann «sie» mit rund weiteren 22 Jahren und «er» mit 19 Jahren Lebenszeit rechnen. Vor 25 Jahren war die Lebenserwartung bei 65-jährigen Männern vier und bei Frauen zwei Jahre tiefer.

-> mehr zum Thema Altersstrukturen


Publikation, Daten und weitere Informationen

Publikation zum Thema

Weitere Resultate zur Wohnbevölkerung der Gemeinden 2016 können der Statistischen Mitteilung Nr. 1/2017 entnommen werden.
Wohnbevölkerung der Gemeinden am 31.12.2016

 

Tabellen

Ebene Kanton, Bezirke und Gemeinden
Bevölkerung der Gemeinden, 1990, 2000, 2010, 2015-2016
Bevoelkerung nach Geschlecht  und Nationalitaet  (Schweiz, Ausland), 2015-2016
Bevölkerung,1991-2016

Datenquelle: Kantonale Bevölkerungserhebung

Bevölkerung der Gemeinden, 1850-2000

Datenquelle: Bundesamt für Statistik, eidg. Volkszählungen

Thematische Karten

Mit dem Thurgauer Themenatlas werden statistische Daten in Form von Karten visualisiert. Vordefinierte Karten öffnen:

Zur Erhebung: Revision Bevölkerungsstatistik 2015

Der Bevölkerungsbestand wurde für das Berichtsjahr 2016 zum zweiten Mal aus den Daten des kantonalen Personen- und Objektregisters PEROB erstellt. PEROB beruht seinerseits auf den Daten der Einwohnerregister der Gemeinden. Zugleich wurde der Bevölkerungsbegriff soweit als möglich jenem des Bundesamtes für Statistik angeglichen. Die ständige Wohnbevölkerung umfasst seit 2015 alle Personen mit Hauptwohnsitz in einer Thurgauer Gemeinde: Schweizerinnen und Schweizer sowie Ausländerinnen und Ausländer mit einer Niederlassungsbewilligung C, einer Aufenthaltsbewilligung B oder einer Kurzaufenthaltsbewilligung L von 12 Monaten oder mehr.

Weitere Informationen zur Erhebung und zur Revision finden Sie auf der Seite Bevölkerung (Erhebungen).

Begriffserklärungen und Definitionen finden Sie im Glossar.

Weitere Informationen

Dienststelle für Statistik Kanton Thurgau
Altersstrukturen
Ausländische Wohnbevölkerung
Religionen, Konfession
Geburten, Todesfälle
Zuzüge, Wegzüge
Einbürgerungen, Doppelbürger
Bevölkerungsbilanz
Zukünftige Bevölkerungsentwicklung

Bundesamt für Statistik
Bevölkerung

Staatssekretariat für Migration
Ausländerstatistik