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Alter

Die Thurgauer Bevölkerung wird älter

Die Bevölkerung wird zunehmend älter. Die Zahl der über 65-Jährigen nimmt deutlich schneller zu als die Gesamtbevölkerung. 2017 war die Zunahme der über 65-Jährigen mit 3,0 % wieder etwas deutlicher als 2016. Noch kräftiger legte die Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen zu, und zwar um 3,8 % oder 1'389 Personen. Momentan sind rund 37'800 Personen zwischen 55 und 64 Jahre alt. Sie werden demnächst oder in spätestens zehn Jahren das Rentenalter erreichen.

 

Die Veränderung der Altersstruktur wird vor allem bei der Betrachtung eines langen Zeitraums deutlich. Gut 17 % der Thurgauer Bevölkerung oder 47'200 Personen waren Ende 2017 über 65 Jahre alt. Vor zehn Jahren (2008) waren es 15 % gewesen und 1960 erst 11 %. Gleichzeitig ging seit 1960 der Anteil der unter 20-Jährigen von 33 % auf 20 % zurück.

 
 

Gründe für den demografischen Wandel sind niedrige Geburtenraten und eine steigende Lebenserwartung. In der jüngeren Vergangenheit nimmt die Geburtenrate im Thurgau zwar wieder zu, ist aber mit 1,64 Kinder je Frau (im Jahr 2016) weit entfernt vom Generationenerhalt. Für diesen bedarf es 2,1 Kinder je Frau. Die Lebenserwartung (bei Geburt) liegt heute für Frauen bei 85 Jahren, für Männer bei 80 Jahren. Ist eine Thurgauerin bereits 65 Jahre alt, kann "sie" mit 22 Jahren weiterer Lebenszeit rechnen und "er" mit 19 Jahren.

Ein weiterer Grund für den Zuwachs bei den älteren Personen ist eine Verschiebung der geburtenstarken Jahrgänge der 1950-er und 1960-er Jahre in der Altersstruktur nach oben. 

Dank Zuzügen mehr Menschen im Erwerbsalter

Dank der starken Zuwanderung aus dem Ausland hat in den vergangenen Jahren die Zahl der jüngeren Personen im Erwerbsalter zugenommen. Heute wohnen deutlich mehr 25- bis 40-Jährige im Thurgau als noch vor zehn Jahren. Innerhalb der Personen im Erwerbsalter stieg 2017 die Zahl der 35- bis 39-Jährigen deutlich (+3,9 % bzw. 700 Personen). Auch im Vorjahr hatte diese Gruppe vergleichsweise kräftig zugelegt (+4,0 %)

Jüngste Bevölkerung wächst am langsamsten

Seit 2013 nimmt die Zahl der Kinder und Jugendlichen wieder zu. Ende 2017 gab es 0,5 % mehr unter 20-Jährige als ein Jahr zuvor. Am stärksten haben in dieser Gruppe die Kleinkinder (bis zu 5 Jahren) zugelegt. Demgegenüber hat sich der Rückgang bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die zwischen 15 und 24 Jahre alt sind, fortgesetzt (-1,7 % bzw. -520 Personen).

Unterschiedliche Altersstruktur in Gemeinden

Die Altersstruktur der Bevölkerung ist in den einzelnen Gemeinden stark unterschiedlich. Anteilsmässig viele Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren leben in den Gemeinden Schönholzerswilen, Wuppenau, Wilen, Dozwil und Braunau (Bevölkerungsanteil von je 25 bis 27 %).

Vergleichsweise viele Rentnerinnen und Rentner leben in Gemeinden am Rhein oder See. Ende 2017 war der Bevölkerungsanteil der Älteren vor allem in den Gemeinden Berlingen, Bottighofen, Steckborn, Neunforn und Horn ausgeprägt (22 % oder mehr). In Berlingen liegt der Anteil der 65-Jährigen und Älteren mit 29 % am höchsten.


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Weitere Informationen

Erhebungen und Begriffe

Die Ausführungen auf dieser Internetseite basieren auf der kantonalen Bevölkerungserhebung der Dienststelle für Statistik Kanton Thurgau. Die Statistik wurde per Ende 2015 revidiert. Seither sind Angaben nach einzelnen Altersjahren und nach Nationalität aus der kantonalen Erhebung verfügbar.

Weitere Informationen zur Erhebung und zur Revision finden Sie auf der Seite Bevölkerung (Erhebungen).

Begriffserklärungen und Definitionen finden Sie im Glossar.

Weitere Informationen

Dienststelle für Statistik Kanton Thurgau
Lebenserwartung, Todesursachen
Geburten, Todesfälle
Ausländische Wohnbevölkerung
Religionen, Konfession

Bundesamt für Statistik
Bevölkerung