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Geburten, Todesfälle

Mehr Geburten im Jahr 2016

Der Trend steigender Geburtenzahlen setzte sich auch 2016 fort. Insgesamt kamen 2'866 Neugeborene mit Wohnsitz im Kanton Thurgau auf die Welt. Der Zuwachs fiel mit 2,9 % (+81 Neugeborene) geringer aus als in den beiden Vorjahren, bleibt aber nach wie vor über dem gesamtschweizerischen Schnitt (2016: 1,5 %).

Die Zahl der Todesfälle ist ebenfalls gestiegen, aber deutlich schwächer als jene der Geburten. 1'968 Todesfälle wurden 2016 registriert (+1,4 % bzw. +27 Todesfälle). Im Ergebnis betrug der Geburtenüberschuss (die Differenz zwischen Geburten und Todesfällen) knapp 900 Personen. Zuletzt hatte sich der Geburtenüberschuss vor etwa 20 Jahren auf diesem Niveau bewegt. Obwohl der Geburtenüberschuss in den letzten Jahren an Fahrt gewonnen hat, beruht das Bevölkerungswachstum hauptsächlich auf der Zuwanderung aus dem In- und Ausland. Die Wanderungsbewegungen sind wesentlich ausgeprägter als der Geburtenüberschuss.

Natürliche Bevölkerungsbewegungen
Kanton Thurgau, 2013-2016, in Anzahl Personen

  2013 2014 2015 2016
Geburtenüberschuss 523 706 844 898
Lebendgeburten 2'489 2'664 2'785 2'866
Todesfälle 1'966 1'958 1'941 1'968

Datenquelle: Bundesamt für Statistik, BEVNAT

-> mehr zum Thema Lebenserwartung, Todesursachen

Frauen bekommen mehr Kinder als vor zehn Jahren

Bis auf wenige Unterbrechungen nehmen die Geburtenzahlen seit 2006 wieder zu. Im gleichen Zeitraum ist auch die zusammengefasste Geburtenziffer gestiegen. Der momentan beobachtbare Geburtenzuwachs hängt nicht nur mit dem Bevölkerungswachstum zusammen, sondern Frauen gebären heute etwas mehr Kinder als noch vor zehn Jahren. Die zusammengefasste Geburtenziffer betrug 2006 1,4 Kinder je Frau, 2015 waren es 1,63 Kinder je Frau. Gemäss Bundesamt für Statistik wären für den Generationenerhalt 2,1 Kinder je Frau notwendig.

Trotz des Anstiegs bleibt die Zahl der Geburten aber immer noch hinter den letzten Höchstständen Anfang der 1990-er Jahre zurück. Damals wurden im Thurgau jährlich über 3'000 Neugeborene registriert, die zusammengefasste Geburtenziffer betrug 1,9 Kinder je Frau. 

Eines von vier Neugeborenen hat eine ausländische Nationalität

Rund 740 Neugeborene hatten 2016 eine ausländische Staatsangehörigkeit. Dies sind 26 % aller Neugeborenen mit Wohnsitz im Kanton Thurgau. Der Geburtenzuwachs war bei den Neugeborenen mit ausländischer Staatsangehörigkeit (+45 Babys) etwas kräftiger als bei den Neugeborenen mit Schweizer Nationalität (+36).  

Bedingt durch die Altersstruktur verzeichnet die ausländische Wohnbevölkerung vergleichsweise viele Geburten und wenige Todesfälle. Dadurch hat die ausländische Wohnbevölkerung einen höheren Geburtenüberschuss (542 Personen) als die Schweizer Bevölkerung (356 Personen).

Dennoch ist der Geburtenüberschuss innerhalb der Schweizer Bevölkerung so hoch wie schon lange nicht mehr. Seit 2015 liegt er bei über 300 Personen, davor war er teils rückläufig gewesen oder bei höchstens 170 Personen gelegen.

Spätere Mutterschaft

In den letzten Jahrzehnten ist das Durchschnittsalter der Mütter bei der ersten Niederkunft stark gestiegen. Um die 1990-er Jahre hatte das Durchschnittsalter bei Erstgeburt im Thurgau noch rund 26 Jahre betragen. Seit 2001 pendelt es zwischen 29 und 30 Jahren. Zuletzt, im Jahr 2016, lag es bei 29,8 Jahren.

Betrachtet man nicht nur die Erstgeburten, sondern alle Geburten, so hatten 2016 22 % der Neugeborenen eine 35-jährige oder ältere Mutter. Bis 2004 hatte der Anteil der Spätgebärenden bei unter 20 % gelegen.


Daten und weitere Informationen

Tabellen

Ebene Kanton
Geburten, Todesfälle und Geburtenüberschuss, 1981-2016
Geburten nach Nationalität (Schweiz, Ausland) und Geschlecht, 1981-2016
Geburtenüberschuss nach Nationalität (zum Vergleich: Thurgau und Schweiz), 1981-2016
Geburten nach Staatsangehörigkeit des Kindes, 1987-2016
Geburten nach Alter der Mutter, 1987-2016
Geburten nach Alter des Vaters, 1987-2016
Durchschnittsalter der Mutter bei Geburt des ersten Kindes, 1987-2016
Geburten nach Monat, 1987-2016

Ebene Kanton, Bezirke und Gemeinden
Geburten nach Gemeinden, 2000-2016
Geburten nach Gemeinden und Geschlecht, 2000-2016
Todesfälle nach Gemeinden, 2000-2016
Todesfälle nach Gemeinden und Geschlecht, 2000-2016

Datenquelle: Bundesamt für Statistik, BEVNAT

Die Zahl der Geburten, Todesfälle und des Geburtenüberschusses nach Geschlecht und Nationalität (Schweiz, Ausland) kann der Tabelle zur Bevölkerungsbilanz entnommen werden (Ebene Kanton, Bezirke und Gemeinden).

Thematische Karten

Bild einer thematischen KarteMit dem Thurgauer Themenatlas werden statistische Daten in Form von Karten visualisiert.

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Erhebung und Begriffe

Die Ausführungen auf dieser Seite basieren auf der Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung (BEVNAT) des Bundesamts für Statistik. Informationen zu dieser Erhebung finden Sie auf der Seite Bundesamt für Statistik, BEVNAT.

Weitere Informationen

Bundesamt für Statistik
Geburten und Todesfälle