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Einbürgerungen, Doppelbürger

Einbürgerungen nehmen zu

Im Jahr 2016 haben im Kanton Thurgau 925 Personen die Schweizer Staatsangehörigkeit erworben. Dies sind rund 100 Personen mehr als im Vorjahr. Bereits seit drei Jahren steigt die Zahl der Personen, welche eingebürgert werden. Trotz des Anstiegs werden im Thurgau nach wie vor weniger Ausländerinnen und Ausländer eingebürgert als im gesamtschweizerischen Schnitt.

In den meisten Fällen wird die Schweizer Staatsangehörigkeit auf dem Weg der ordentlichen Einbürgerung erworben. Die ordentlichen Einbürgerungen betrugen im Jahr 2016 640 Fälle. Die erleichterten Einbürgerungen betrafen etwa 280 Fälle. Gegenüber dem Vorjahr hat insbesondere die Zahl der ordentlichen Einbürgerungen zugenommen (um knapp 150 Fälle). Davor waren vor allem die erleichterten Einbürgerungen auf dem Vormarsch gewesen. Der Weg des erleichterten Verfahrens steht ausländischen Ehepartnern von Schweizerinnen und Schweizern sowie ausländischen Kindern eines schweizerischen Elternteils offen.

Die Thurgauerinnen und Thurgauer, die 2016 den Schweizer Pass erhielten, stammten überwiegend aus Deutschland (230 Personen), Italien (140), Mazedonien (110), Kosovo (70) und Portugal (50).

Die Einbürgerungen sind der wesentlichste Wachstumsfaktor der Bevölkerung mit schweizerischer Staatsangehörigkeit. Im Jahr 2016 ging im Thurgau mehr als die Hälfte des Wachstums der Schweizerinnen und Schweizer auf Einbürgerungen zurück (54 %). Etwa je 20 % des Wachstums entfielen auf den Geburtenüberschuss und auf Zuwanderungen. Im Jahr 2015 hatten die Zuwanderungen eine noch stärkere Rolle beim Wachstum der Schweizer Bevölkerung im Thurgau gespielt.


Daten und weitere Informationen

Tabellen

Ebene Kanton, Jahresdaten
Erwerb des Schweizer Bürgerrechts nach Art des Erwerbs, 1999-2016
Erwerb des Schweizer Bürgerrechts nach ehemaliger Staatsangehörigkeit, 2011-2016
Datenquelle: Bundesamt für Statistik, PETRA, STATPOP (ab 2011)

Der Erwerb des Schweizer Bürgerrechts nach Gemeinden und nach Geschlecht kann der Tabelle zur Bevölkerungsbilanz entnommen werden.

Ebene Kanton, gepoolte Daten (2010/2012)
Bevölkerung ab 15 Jahren nach doppelter Staatszugehörigkeit, 2010/2012

Datenquelle: Bundesamt für Statistik, Strukturerhebungen

Erhebungen und Begriffe

Die Daten zum Erwerb des Schweizer Bürgerrechts stammen seit 2011 aus der registergestützten Erhebung (STATPOP) des Bundesamtes für Statistik (bis einschliesslich 2010: PETRA). Die Statistik der Bevölkerung und der Haushalte wird durch eine Stichprobenerhebung ergänzt, der sogenannten Strukturerhebung. In der Strukturerhebung werden Informationen erfragt, die nicht in den Registern enthalten sind, wie zum Beispiel die Angaben zur doppelten Staatszugehörigkeit.

Ergebnisse aus Stichproben sind mit gewissen Unschärfen behaftet. Wie gross der Unschärfebereich ist, wird durch das Vertrauensintervall angezeigt. Dieses gibt den Bereich an, in dem sich der wahre Wert für die Gesamtbevölkerung mit 95%-iger Wahrscheinlichkeit befindet. Indem Stichproben aus mehreren Jahren zusammengelegt ("gepoolt") werden, kann der Unschärfebereich verkleinert werden. Zudem ermöglicht das Zusammenlegen von Stichproben, abhängig von der Fragestellung, Auswertungen für kleinere Gruppen oder Regionen zu erstellen.

Weitere Informationen zu den einzelnen Erhebungen finden Sie auf der Seite Bevölkerung (Erhebungen).

Begriffserklärungen und Definitionen finden Sie im Glossar.

Weitere Informationen

Bundesamt für Statistik
Erwerb des Schweizer Bürgerrechts, Doppelbürger