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Einbürgerungen, Doppelbürger

Gut 800 Einbürgerungen

Im Jahr 2017 haben im Kanton Thurgau 831 Personen die Schweizer Staatsangehörigkeit erworben. Dies sind rund 100 Personen weniger als im Vorjahr. In der Gesamtschweiz hat sich der Anstieg bei den Einbürgerungen weiter fortgesetzt.

 

In den meisten Fällen wird die Schweizer Staatsangehörigkeit auf dem Weg der ordentlichen Einbürgerung erworben (2017: 520 Fälle). Die erleichterten Einbürgerungen betrafen etwa 300 Fälle. Gegenüber dem Vorjahr hat die Zahl der ordentlichen Einbürgerungen um rund 120 Fälle abgenommen und jene der erleichterten um 25 Fälle zugenommen. Der Weg des erleichterten Verfahrens steht ausländischen Ehepartnern von Schweizerinnen und Schweizern sowie ausländischen Kindern eines schweizerischen Elternteils offen.

Die Thurgauer Einwohner, die 2017 den Schweizer Pass erhielten, stammen überwiegend aus Deutschland (200 Personen), Italien (120), Mazedonien (100), Kosovo (60) und der Türkei (50).

Die Bevölkerung mit Schweizer Pass wächst hauptsächlich durch Einbürgerungen. Im Jahr 2017 ging im Thurgau etwa die Hälfte des Wachstums der Bevölkerung Schweizer Nationalität auf Einbürgerungen zurück (48 %). Im Vorjahr hatten die Einbürgerungen eine noch stärkere Rolle gespielt: Damals gingen 54 % auf das Konto des Nationalitätenwechsels.

Rund 10 % der Schweizer Bevölkerung ab 15 Jahren sind im Kanton Thurgau Doppelbürgerinnen oder Doppelbürger. Am häufigsten haben sie neben der schweizerischen eine italienische (22 % der Doppelbürger), deutsche (15 %) oder türkische Staatsangehörigkeit (7 %).


Daten und weitere Informationen

Tabellen

Ebene Kanton, Jahresdaten
Erwerb des Schweizer Bürgerrechts nach Art des Erwerbs, 1999-2017
Erwerb des Schweizer Bürgerrechts nach ehemaliger Staatsangehörigkeit, 2011-2017
Datenquelle: Bundesamt für Statistik, PETRA, STATPOP (ab 2011)

Der Erwerb des Schweizer Bürgerrechts nach Gemeinden und nach Geschlecht kann der Tabelle zur Bevölkerungsbilanz entnommen werden.

Ebene Kanton, gepoolte Daten (2010/2012)
Bevölkerung ab 15 Jahren nach doppelter Staatszugehörigkeit, 2010/2012
Datenquelle: Bundesamt für Statistik, Strukturerhebungen

Erhebungen und Begriffe

Die Daten zum Erwerb des Schweizer Bürgerrechts stammen seit 2011 aus der registergestützten Erhebung (STATPOP) des Bundesamtes für Statistik (bis einschliesslich 2010: PETRA). Die Statistik der Bevölkerung und der Haushalte wird durch eine Stichprobenerhebung ergänzt, der sogenannten Strukturerhebung. In der Strukturerhebung werden Informationen erfragt, die nicht in den Registern enthalten sind, wie zum Beispiel die Angaben zur doppelten Staatszugehörigkeit.

Ergebnisse aus Stichproben sind mit gewissen Unschärfen behaftet. Wie gross der Unschärfebereich ist, wird durch das Vertrauensintervall angezeigt. Dieses gibt den Bereich an, in dem sich der wahre Wert für die Gesamtbevölkerung mit 95%-iger Wahrscheinlichkeit befindet. Indem Stichproben aus mehreren Jahren zusammengelegt ("gepoolt") werden, kann der Unschärfebereich verkleinert werden. Zudem ermöglicht das Zusammenlegen von Stichproben, abhängig von der Fragestellung, Auswertungen für kleinere Gruppen oder Regionen zu erstellen.

Weitere Informationen zu den einzelnen Erhebungen finden Sie auf der Seite Bevölkerung (Erhebungen).

Begriffserklärungen und Definitionen finden Sie im Glossar.

Weitere Informationen

Bundesamt für Statistik
Erwerb des Schweizer Bürgerrechts, Doppelbürger