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Einbürgerungen, Doppelbürger

Leichter Anstieg der Einbürgerungen

Im Jahr 2015 haben im Kanton Thurgau 821 Einwohnerinnen und Einwohner die Schweizer Staatsbürgerschaft erworben. Dies sind leicht mehr Personen als im Vorjahr (+37 Personen) und über 100 Personen mehr als noch vor zwei Jahren. Die Einbürgerungsrate hat sich in den letzten Jahren im Thurgau bei 1,3 Einbürgerungen von 100 Ausländerinnen und Ausländern eingependelt. In der Gesamtschweiz ist die Einbürgerungsrate gegenüber dem Vorjahr gestiegen und lag 2015 bei 2,2 %. 2,1 bis 2,3 Einbürgerungen je 100 ausländischen Personen hatte der Thurgau zuletzt in den Jahren 2004 bis 2006 erzielt.

In den meisten Fällen wird die Schweizer Staatsangehörigkeit auf dem Weg der ordentlichen Einbürgerung erworben. Die ordentlichen Einbürgerungen betrugen im Jahr 2015 knapp 500 Fälle. Die erleichterten Einbürgerungen betrafen etwa 320 Fälle. In den vergangenen Jahren haben vor allem die erleichterten Einbürgerungen zugenommen. Der Weg des erleichterten Verfahrens steht ausländischen Ehepartnern von Schweizerinnen und Schweizern sowie ausländischen Kindern eines schweizerischen Elternteils offen.

Die Einbürgerungen sind der wesentliche Wachstumsfaktor der Bevölkerung mit schweizerischer Staatsangehörigkeit. Beinahe die Hälfte des Wachstums der Thurgauerinnen und Thurgauer mit Schweizer Pass ging 2015 auf Einbürgerungen zurück (45 %), ein Drittel auf Zuwanderungen (33 %) und etwa 20 % auf den Geburtenüberschuss. Im Vorjahr spielten die Einbürgerungen eine noch stärkere Rolle beim Wachstum der Schweizer Bevölkerung im Thurgau.

Die Thurgauerinnen und Thurgauer, die 2015 den Schweizer Pass erhielten, stammten überwiegend aus Deutschland (230 Personen), Italien (100), Mazedonien (80), dem Kosovo (60) und der Türkei (50).


Daten und weitere Informationen

Tabellen

Ebene Kanton, Jahresdaten
Erwerb des Schweizer Bürgerrechts nach Art des Erwerbs, 1999-2015
Erwerb des Schweizer Bürgerrechts nach ehemaliger Staatsangehörigkeit, 2011-2015
Datenquelle: Bundesamt für Statistik, PETRA, STATPOP (ab 2011)

Der Erwerb des Schweizer Bürgerrechts nach Gemeinden und nach Geschlecht kann der Tabelle zur Bevölkerungsbilanz entnommen werden.

Ebene Kanton, gepoolte Daten (2010/2012)
Bevölkerung ab 15 Jahren nach doppelter Staatszugehörigkeit, 2010/2012

Datenquelle: Bundesamt für Statistik, Strukturerhebungen

Erhebungen und Begriffe

Die Daten zum Erwerb des Schweizer Bürgerrechts stammen seit 2011 aus der registergestützten Erhebung (STATPOP) des Bundesamtes für Statistik (bis einschliesslich 2010: PETRA). Die Statistik der Bevölkerung und der Haushalte wird durch eine Stichprobenerhebung ergänzt, der sogenannten Strukturerhebung. In der Strukturerhebung werden Informationen erfragt, die nicht in den Registern enthalten sind, wie zum Beispiel die Angaben zur doppelten Staatszugehörigkeit.

Ergebnisse aus Stichproben sind mit gewissen Unschärfen behaftet. Wie gross der Unschärfebereich ist, wird durch das Vertrauensintervall angezeigt. Dieses gibt den Bereich an, in dem sich der wahre Wert für die Gesamtbevölkerung mit 95%-iger Wahrscheinlichkeit befindet. Indem Stichproben aus mehreren Jahren zusammengelegt ("gepoolt") werden, kann der Unschärfebereich verkleinert werden. Zudem ermöglicht das Zusammenlegen von Stichproben, abhängig von der Fragestellung, Auswertungen für kleinere Gruppen oder Regionen zu erstellen.

Weitere Informationen zu den einzelnen Erhebungen finden Sie auf der Seite Bevölkerung (Erhebungen).

Begriffserklärungen und Definitionen finden Sie im Glossar.

Weitere Informationen

Bundesamt für Statistik
Erwerb des Schweizer Bürgerrechts, Doppelbürger