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Gewässerqualität

Gute Wasserqualität in den Fliessgewässern

Die Thurgauer Fliessgewässer sind heute mehrheitlich in einem guten Zustand. 58 % der in den Jahren 2012 – 2014 untersuchten Fliessgewässer enthalten eine gute Wasserqualität. Bei den verbleibenden 42 % treten kleinere oder auch grössere Beeinträchtigungen auf, verursacht durch das Einleiten von gereinigtem Abwasser aus Kläranlagen und diffusen Hintergrundbelastungen aus der Siedlungsentwässerung, der Landwirtschaft oder Strassenentwässerungen. Diese Werte sind mit dem Untersuchungszeitraum 2011 – 2013 vergleichbar. Erfreulich ist, dass der Anteil an Fliessgewässern mit einer sehr guten Wasserqualität um rund 10 % gestiegen ist.

Die Qualität eines Fliessgewässers wird nicht nur durch die chemische Zusammensetzung des darin fliessenden Wassers, sondern auch durch die Ausprägungen des Bachbetts und Uferrandes bestimmt. Von den rund 1‘600 Kilometern Bach- und Flussläufen im Kanton Thurgau sind 64 % natürlich oder zumindest wenig beeinträchtigt. Weitere 14 %, das entspricht immer noch einer Länge von 203 km, sind in ihrem Verlauf stark beeinträchtigt und 22 % künstlich oder gar eingedolt.

Grafische Darstellung

Gute Wasserqualität des Bodensees

Der Bodensee weist heute eine sehr gute Wasserqualität auf. Der Phosphorgehalt hat sich auf einem natürlich tiefen Niveau – vergleichbar mit Anfang der 1950er-Jahre – eingependelt, nachdem er Ende der 1970er-Jahre Spitzenwerte erreicht hatte und seither stetig zurückgegangen war. Die niedrigen Nährstoffkonzentrationen zeigen sich anhand der guten Sauerstoffversorgung, welche in der Tiefe des Obersees über das ganze Jahr herrscht. Durch die hohe Wasserqualität ist der Bodensee heute gut gegen die Klimaerwärmung gewappnet.

Hingegen ist die ökologische Funktion des Bodenseeufers stark eingeschränkt. Von den rund 63 km Länge des Seeufers sind lediglich 28 % in einem natürlichen oder naturnahen Zustand, 13 % sind beeinträchtigt und ganze 59 % sind naturfern bzw. naturfremd.