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Bruttoinlandprodukt

Die Thurgauer Wirtschaft war von der Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank im Januar 2015 stark betroffen. Dies stellte die Thurgauer Firmen mit ihrem hohen Exportanteil und ihrer Nähe zu Deutschland vor grosse Herausforderungen. Das reale Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) schwächte sich 2015 auf 1,2 % ab, gegenüber 2,3 % im Vorjahr. Das nominale BIP nahm sogar nur um 0,3 % zu. Dies hängt mit dem gesunkenen Preisniveau zusammen (niedrigere Importpreise aufgrund des stärkeren Frankens).

BIP wächst mässiger als Bevölkerung

Pro Kopf der Wohnbevölkerung betrug das BIP 60‘409 Franken, was 76,5 % des Schweizer Mittels entspricht. Gegenüber dem Vorjahr ist das reale BIP pro Kopf um 0,2 % gesunken. Dies im Gegensatz zur Gesamtschweiz, wo das Pro-Kopf-BIP um 0,1 % zunahm.

Industrieller Sektor von grosser Bedeutung

Der industrielle Sektor ist für den Kanton Thurgau bedeutend. Das herstellende Gewerbe und der Bausektor machen zusammen rund 35 % der gesamten Wertschöpfung im Kanton aus und trugen im Jahr 2015 wesentlich zum Thurgauer Wirtschaftswachstum bei. Die Thurgauer Land- und Forstwirtschaft leistete im Jahr 2015 einen niedrigeren Beitrag zur Bruttowertschöpfung als im Vorjahr. Sie ist jedoch von deutlich grösserer Bedeutung als auf gesamtschweizerischer Ebene. Einen vergleichsweise niedrigen Anteil macht im Thurgau hingegen der Finanzsektor aus.


Daten und weitere Informationen

Tabellen

Kanton Thurgau, 2008-2015
Kantonales Bruttoinlandprodukt
Bruttowertschöpfung nach Aktivitäten

Datenquelle: Bundesamt für Statistik, Bruttoinlandprodukt der Kantone

Erhebung

Die auf dieser Seite dargestellten Auswertungen basieren auf dem BIP der Kantone des Bundesamts für Statistik.

Weitere Informationen

Bundesamt für Statistik
Bruttoinlandprodukt
Bruttoinlandprodukt der Kantone