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Tourismus

Erneuter Rückgang der Logiernächte

Im Jahr 2017 blieben die Übernachtungszahlen in Thurgauer Hotel- und Kurbetrieben erneut hinter den Vorjahreswerten zurück. Insgesamt gab es 407‘575 Übernachtungen, 2,4 % weniger als ein Jahr zuvor. Dieser Rückgang ist unter anderem auf die Schliessung eines grösseren Hotels zurückzuführen. Aber auch ohne diesen Effekt ist die Zahl der Logiernächte rückläufig, wenngleich in deutlich geringerem Masse.

 

Deutlicher Einbruch bei Gästen aus der Schweiz und aus Deutschland

Der Tourismus im Kanton Thurgau ist wesentlich von Gästen aus der Schweiz und Deutschland geprägt. Vier von fünf Logiernächten entfallen auf diese beiden Herkunftsländer 

Der Rückgang der Logiernächte ist vor allem auf weniger Gäste aus der Schweiz zurückzuführen. Mit rund 267‘000 Logiernächten lag die Zahl ihrer Übernachtungen um gut 9‘900 Logiernächte (-3,6 %) tiefer als noch 2016. Auch bei Gästen aus Deutschland wurde erneut ein Rückgang der Logiernächte verzeichnet (rund 1‘900 Logiernächtebzw. 2,7% weniger). Die Übernachtungen durch deutsche Gäste nehmen bereits seit Jahren ab. Besonders ausgeprägt war der Rückgang in den Jahren 2015 und 2016 gewesen (-14 % bzw. -7 %).

 

Viele zusätzliche Gäste aus Polen

Aus den anderen Herkunftsländern - diese machen jedoch nur Anteile von 2,2 % oder weniger am Total der Logiernächte aus - stechen die Gäste aus Polen hervor. Bereits im Jahr 2016 hatten sie gut 2‘300 zusätzliche Logiernächte generiert. Im Jahr 2017 stieg die Übernachtungszahl polnischer Gäste um gut 1‘200 Logiernächte. Mehr als 500 zusätzliche Logiernächte gab es auch von Gästen aus Dänemark, des Slowakei, Belarus, Spanien und Portugal.

Sommerdestination Thurgau

Im Kanton Thurgau wird am häufigsten in den Sommermonaten übernachtet. Jeweils über 40‘000 Übernachtungen gibt es in den Monaten Juni bis September. Allerdings ist die durchschnittliche Aufenthaltsdauer kürzer als während der Wintermonate.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer ist im Jahr 2017 leicht gesunken. Sie beträgt 2 Nächte und entspricht damit dem Gesamtschweizer Schnitt. Während der Wintermonate ist die Aufenthaltsdauer im Thurgau etwas höher als im Sommer.

Mit 32 % lag die Bettenauslastung in den Thurgauer Hotel- und Kurbetrieben auf Vorjahresniveau. Die Zimmerauslastung stieg kräftig auf 41 %.

 

Viele Übernachtungen in Kreuzlingen und Fischingen

Am meisten Hotelübernachtungen gab es 2017 in Kreuzlingen. Nur knapp dahinter liegt Fischingen. Besonders häufig wird in den Gemeinden am See übernachtet, wo sich rund die Hälfte der Thurgauer Hotelbetriebe befindet.

Rekordwert bei Übernachtungen auf Campingplätzen

Im Jahr 2017 wurden im Kanton Thurgau erstmals mehr als 100‘000 Logiernächte auf Campingplätzen in der Beherbergungsstatistik gemeldet. Gegenüber dem Vorjahr ist die Anzahl Logiernächte um 3,5 % gestiegen. Die Gäste blieben durchschnittlich 2,7 Nächte auf den Campingplätzen im Thurgau.


Tabellen

Zeitreihen Kanton Thurgau

Ankünfte und Logiernächte in Hotel- und Kurbetrieben, Kanton Thurgau und Schweiz,1992-2017
Angebot und Nachfrage der Hotel- und Kurbetriebe, 2005-2017
Logiernächte in Hotel- und Kurbetrieben nach Herkunftsland der Gäste, 1992-2017
Logiernächte in Hotel- und Kurbetrieben, monatlich, 2005-2017
Ankünfte und Logiernächte in Hotel und Kurbetrieben nach ausgewählten Gemeinden, 2005-2017
Ankünfte und Logiernächte auf Campingplätzen, 2007-2017

Datenquelle: Bundesamt für Statistik, Beherbergungsstatistik

Erhebung und Begriffe

Die Ausführungen auf dieser Website basieren auf der Beherbergungsstatistik des Bundesamts für Statistik.
Beherbergungsstatistik

Begriffserklärungen und Definitionen finden Sie im Glossar.

Weitere Informationen

Thurgau Tourismus
Informationen zu Tätigkeiten und Statistiken von Thurgau Tourismus
Jahresbericht 2016

Bundesamt für Statistik
Tourismus

In seiner Publikation "Schweizer Tourismusstatistik 2015" stellt das Bundesamt für Statistik vielseitige Informationen zur Beherbergungsstatistik sowie zum Reiseverhalten der Schweizer Bevölkerung zur Verfügung.

In der interaktiven Datenbank des Bundesamts für Statistik (Thema Tourismus) können Daten der Beherbergungsstatistik (HESTA) nach individuellen Bedürfnissen zusammengestellt werden.