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Krankenversicherung

Rund 266'000 Personen in der obligatorischen Krankenversicherung

Im Jahr 2015 ist im Kanton Thurgau der Versichertenbestand der obligatorischen Krankenversicherung um 1,3 % auf rund 266'000 Personen gestiegen. Erneut nimmt der Bestand der Kinder (bis 18 Jahre) zu, nachdem er in den vergangenen Jahren stets rückläufig war.

Knapp 20 % der versicherten Personen sind Kinder bis 18 Jahre, rund 10 % junge Erwachsene zwischen 19-25 Jahren und etwas über 70 % Erwachsene, die älter als 26 Jahre sind.

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2'872 Franken Krankenkassenbeiträge

Im Kanton Thurgau zahlten die Krankenversicherten im Jahr 2015 im Schnitt 2'872 Franken an Beiträgen ein. Das sind 113 Franken oder 4,1 % mehr als im Vorjahr, womit die Krankenkassenprämien 2015 stärker gestiegen sind als 2014. Gesamtschweizerisch legten die Versicherungsbeiträge um 3,7 % zu und betrugen im Schnitt 3'289 Franken. Damit zahlt der durchschnittliche Versicherte im Kanton Thurgau jährlich über 400 Franken weniger Krankenkassenprämien als der typische Schweizer Versicherte.

Trend zu alternativen Versicherungsmodellen hält an

Der Trend hin zu alternativen Krankenversicherungsmodellen wie z.B. das HMO-, Hausarzt- oder Telmed-Modell hält an. Fast drei Viertel der Thurgauerinnen und Thurgauer haben sich 2015 für ein solches Modell entschieden. Dabei erfreut sich insbesondere das Hausarzt-Modell grosser Beliebtheit, welches von rund 40 % der Thurgauer Versicherten gewählt wurde. Im Gegenzug haben die Standardmodelle in den letzten Jahren viele Versicherte verloren. Am stärksten ist der Anteil der Versicherten mit einer ordentlichen Jahresfranchise von 300 Franken zurückgegangen: Im Jahr 2000 hatte jede zweite Person eine Krankenversicherung mit einer ordentlichen Franchise, im Jahr 2015 war es nur noch rund jede siebte Person.

Mehr als die Hälfte der Versicherten mit wählbarer Franchise

Insgesamt haben sich im Kanton Thurgau rund 60 % der Versicherten für eine wählbare Franchise entschieden. Wählbare Franchisen erfreuen sich dabei insbesondere bei den Versicherten in Alternativmodellen grosser Beliebheit.

Grafische Darstellung

Anzahl Personen mit Prämienverbilligung bleibt stabil

Im Jahr 2015 erhielten im Kanton Thurgau gut 72'000 Personen eine individuelle Prämienverbilligung (IPV) nach dem Krankenversicherungsgesetz. Damit ist die Zahl der IPV-Bezüger gegenüber dem Vorjahr ungefähr konstant geblieben (+670 Personen oder +1 %), nachdem sie 2014 aufgrund der Einführung einer strikteren Bemessungsgrundlage der IPV für Kinder stark zurückgegangen war. Der Anteil der Versicherten mit Prämienverbilligung lag nach wie vor bei 27 %. Die Prämienverbilligung pro Bezüger ist 2015 um gut 60 Franken auf 1'683 Franken gestiegen.

Im gesamtschweizerischen Schnitt profitierten 2015 rund 27 % der Versicherten von einer Prämienverbilligung. Damit entspricht der Anteil im Kanton Thurgau dem Schweizer Durchschnitt. Allerdings sind die Unterstützungsleistungen pro Bezüger in der Gesamtschweiz mit 1'839 Franken höher als im Thurgau.


Tabellen

Kanton Thurgau

Durchschnittlicher Krankenversichertenbestand, 2000-2015
Krankenkassenprämien nach Altersklassen, 2000-2015
Versicherungsformen, 2000-2015
Prämienverbilligungen, 2002-2015

Quelle: Bundesamt für Gesundheit, Statistik der obligatorischen Krankenversicherung

Weitere Informationen

Amt für Gesundheit Kanton Thurgau
www.gesundheit.tg.ch

Bundesamt für Statistik
Themenbereich Gesundheit

Bundesamt für Gesundheit (BAG)
www.bag.admin.ch
Monitoring der Krankenversicherungs-Kostenentwicklung

Branchenverband der schweizerischen Krankenversicherer im Bereich der sozialen Krankenversicherung
www.santesuisse.ch