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Steuerfüsse

Gemeindesteuerfüsse mehrheitlich stabil

Fast alle Politischen Gemeinden halten im Jahr 2017 an den Steuerfüssen des Vorjahres fest. Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre fort. Lediglich vier der 80 Thurgauer Gemeinden senkten 2017 ihren Steuerfuss, erhöht wurde er nur von einer. Die Veränderungen gegen unten oder oben waren jedoch gering. Entsprechend liegt der durchschnittliche, nach der Einwohnerzahl gewichtete Gemeindesteuerfuss mit 58,1 % nur geringfügig unter dem Wert des Vorjahrs (58,4 %). Vor zehn Jahren war er noch deutlich höher gewesen (66,2 %).

Anzahl Gemeinden mit 2013 2014 2015 2016 2017
Senkungen 10 13 5 8 4
keine Veränderungen 68 65 67 67 75
Erhöhungen 2 2 8 5 1
Total Politische Gemeinden 80 80 80 80 80

Den tiefsten Steuerfuss hat seit sieben Jahren die Gemeinde Horn (32 %). Gemeindesteuerfüsse von unter 40 % finden sich auch in Bottighofen, Tägerwilen und Warth-Weiningen. Den höchsten Gemeindesteuerfuss weist, ebenfalls zum siebten Mal in Folge, Arbon auf. Hier beträgt der Steuersatz seit 2009 76 %. Steuerfüsse von 70 % oder mehr verzeichnen zudem Amlikon-Bissegg, Bischofszell, Raperswilen und Romanshorn.

Schulsteuerfüsse wieder etwas öfter gesunken

Nachdem sich die Schulsteuerfüsse im Vorjahr in 12 der 74 Schulgemeinden erhöht hatten – hauptsächlich aufgrund eines Anstiegs in zwei Sekundarschulgemeinden – war dies 2017 nur noch in sechs Schulgemeinden der Fall. Demgegenüber  konnten 21 Schulgemeinden die Steuerfüsse senken, was deutlich mehr sind als im Vorjahr. Der tiefste Schulsteuerfuss liegt 2017 bei 65 % (Vorjahr 67 %) und ist nach wie vor in Salenstein zu finden, der höchste beträgt 108 % (Vorjahr 107 %). Durch eine erneute Steuererhöhung löst die Schule Lauchetal in Affeltrangen die Schulen Arbon, Freidorf-Watt und Roggwil als Schulgemeinden mit dem höchsten Steuerfuss ab.

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Leicht tiefere Gesamtsteuerfüsse

Auch die Gesamtsteuerfüsse – die Summe aus Staats-, Gemeinde-, Schulgemeinde- und Kirchgemeindesteuer – sind 2017 häufiger gesunken als gestiegen. Für die evangelische Bevölkerung fällt der Gesamtsteuersatz in jeder dritten Gemeinde tiefer aus, für die katholische Bevölkerung gar in knapp jeder zweiten (36 Gemeinden). Damit setzt sich auch in diesem Jahr der Trend zu tieferen Gesamtsteuerfüssen fort.

Der niedrigste Gesamtsteuerfuss im Kanton Thurgau findet sich 2017 erneut in Bottighofen. Für die evangelische Bevölkerung beträgt dieser 231 %, für die katholische 237 %. Die kantonsweit höchste Gesamtsteuerlast trägt die katholische Bevölkerung mit 322 % in Raperswilen (evang. Bevölkerung: 317 %). Für die evangelischen Steuerpflichtigen ist sie mit 320 % in Arbon am grössten (kath. Steuerpflichtige: 321 %).

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Publikation, Daten und weitere Informationen

Publikation

grafische DarstellungAusführliche Resultate zu den Gesamtsteuerfüssen 2017 können der Statistischen Mitteilung Nr. 3/2017 entnommen werden.
Steuerfüsse 2017, Steuerkraft 2016

Publikationen aus früheren Jahren

Tabellen

Ebene Gemeinden

Gesamtsteuerfüsse nach Gemeinden und Bezugsgruppen, 2007-2017.xlsx
Steuerfüsse der Politischen Gemeinden, 2000-2017

Thematische Karten

grafische Darstellung

Mit dem Thurgauer Themenatlas werden statistische Daten in Form von Karten visualisiert.
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Erhebungen und Begriffe

Die Steuerfüsse werden jährlich von der kantonalen Steuerverwaltung zusammengetragen.

Begriffserklärungen und Definitionen finden Sie im Glossar.