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Spitex

10‘800 Personen nahmen Leistungen der Spitex in Anspruch

Im Kanton Thurgau nahmen im Jahr 2017 10‘800 Personen Leistungen der Spitex (spitalexterne Pflege und Betreuung) in Anspruch. Dafür wurden 537‘000 Stunden verrechnet. 33 Organisationen waren in der Spitex tätig. Neben den Organisationen gibt es  auch selbständig erwerbende Pflegefachpersonen, die Spitex-Leistungen erbringen. Im Jahr 2017 wurden 11 Selbständigerwerbende  in der Statistik berücksichtigt, da sie Leistungen von mehr als 250 Stunden abrechneten.

Die Zahl der Organisationen, die Spitexleistungen anbieten, nahm in den letzten Jahren stetig ab. Einer der Gründe dafür sind Fusionen.

Zeitaufwand in der Pflege steigt …

Im Jahr 2017 wurden gut 10‘800 Klienten und Klientinnen beraten, gepflegt und betreut. Von diesen Klientinnen und Klienten nahmen knapp 9‘400 Leistungen der Langzeitpflege in Anspruch.

Die Zahl der Klienten mit Langzeitpflegebedarf steigt seit Jahren. Auch der Zeitaufwand pro Patient nimmt zu. Wurden im Jahr 2011 durchschnittlich 38 Stunden für die Pflege einer Klientin oder eines Klienten benötigt, waren es im Jahr 2017 60 Stunden. Dabei hat sich die Zahl der Stunden für die Untersuchung und Behandlung pro Klient am stärksten erhöht.

 …im Gegensatz zu den hauswirtschaftlichen und sozialbetreuerischen Leistungen

Rund 3‘200 Personen nahmen 2017 Leistungen aus dem hauswirtschaftlichen und sozialbetreuerischen Bereich in Anspruch. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich hier kaum etwas verändert, auch der Zeitaufwand pro Klientin oder Klient ist mit 45 Stunden gleich geblieben. In den letzten Jahren haben die hauswirtschaftlichen und sozialbetreuerischen Leistungen etwas an Gewicht verloren, sowohl bezüglich der Klientenzahl als auch bezüglich des Zeitaufwands pro Klient.

 

Mittlere Versorgungsdichte im Vergleich mit den anderen Kantonen

Gut 1‘300 Personen waren im Jahr 2017 für die Spitex tätig. Oft sind dies Teilzeitpensen; das Beschäftigungsvolumen entspricht ungefähr 500 Vollzeitstellen.
Die Versorgungsdichte liegt im Kanton Thurgau mit 1,7 Vollzeitstellen je 1‘000 Einwohnerinnen und Einwohnern unter dem Gesamtschweizer Schnitt (2,7). Betrachtet man nur die Bevölkerung  ab 65 Jahren, kommen auf 1‘000 Einwohnerinnen und Einwohner 10,5 Vollzeitstellen in der Spitex.(Schweiz: 14,6).

 

Aufwand in der Spitex leicht gestiegen

Die Kosten in der Spitex sind in den letzten Jahren stetig gestiegen. Im Jahr 2017 nahm der Aufwand weiter zu (+1,8 %). Knapp 88 % des Aufwands entfallen auf Personalkosten.
Haupteinnahmequelle der Spitexorganisationen sind die Erträge aus KLV-Leistungen: 66 % aller Einnahmen entfallen auf diesen Bereich. Weitere knapp 13 % sind Erträge aus den restlichen Spitex-Leistungen. 19 % sind Beiträge der öffentlichen Hand, die restlichen gut 3 % entfallen auf übrige Einnahmen wie z. B. Spenden.

 

1 Diese Leistungen teilen sich in die Bereiche „Abklärung und Beratung“, „Untersuchung und Behandlung“ und „Grundpflege“. Es gibt Organisationen, die für ihre Stunden für „Abklärung und Beratung“ und Untersuchung und Behandlung“ und nach Art. 25a, Abs.1 KVG abrechnen und daher zu den Spitexorganisationen zählen, obwohl sie keine Grundpflege oder hauswirtschaftliche und sozialbetreuerische Leistungen erbringen. Für die weitere Analyse werden daher nur Organisationen berücksichtigt, die Grundpflege oder hauswirtschaftliche und sozialbetreuerische Leistungen erbringen.


Daten und weitere Informationen

Tabelle

Ebene Kanton Thurgau
Kennzahlen der Spitex, 2011-2017

Erhebung

Die Ausführungen auf dieser Internetseite basieren auf der Statistik der Hilfe und Pflege zu Hause  des Bundesamtes für Statistik.

Weitere Informationen

Detaillierte Daten zur Spitex-Statistik finden Sie auf der Homepage des Bundesamts für Statistik unter Hilfe und Pflege zu Hause.

Weitere Informationen zum Bereich Gesundheit finden Sie beim
Amt für Gesundheit Kanton Thurgau
Spitex Verband Thurgau
Schweizerisches Gesundheitsobservatorium (Obsan)

Bundesamt für Gesundheit (BAG)
www.bag.admin.ch