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Kriminalstatistik

Straftaten auf tiefem Niveau

Im Jahr 2018 stieg im Kanton Thurgau die Anzahl der Straftaten nach StGB erstmals seit fünf Jahren wieder an, blieb aber auf einem tiefen Niveau. Rund 9‘800 Straftaten wurden polizeilich registriert, 600 oder 6,4 % mehr als im Vorjahr. Knapp die Hälfte aller Delikte konnte aufgeklärt werden.

 

Straftaten nach dem Betäubungsmittelgesetz gingen um 18 % zurück, Straftaten nach übrigen Bundesnebengesetzen stiegen um 25 %. Die Straftaten nach dem Ausländergesetz blieben auf dem Vorjahresniveau. 

Knapp zwei Drittel aller Straftaten richten sich gegen das Vermögen

Der Grossteil der Straftaten StGB waren Vermögensdelikte (60 %), weitere 13 % der Straftatbestände richten sich gegen die Freiheit (dazu zählen u. a. Drohung und Hausfriedensbruch ohne Diebstahl), jeweils 6 % sind Delikte gegen Leib und Leben bzw. gegen die öffentliche Gewalt (z. B. Gewalt und Drohung gegen Beamte).

 

Zunahme der Gewaltstraftaten

Die Zahl der Gewaltstraftaten stieg nach dem markanten Rückgang im Vorjahr wieder deutlich an. Dies ist vor allem auf den Anstieg bei den minderschweren Gewaltstraftaten zurückzuführen, insbesondere auf Tätlichkeiten nach Art. 126 StGB. Bei den schweren Gewaltstraftaten verdoppelte sich die Zahl der Vergewaltigungen, die Zahl der schweren Körperverletzungen sank hingegen. Im Jahr 2018 wurde ein Tötungsdelikt weniger als im Vorjahr verübt. Die Aufklärungsquote bei den Gewaltstraftaten lag bei 90 %, beide Tötungsdelikte konnten aufgeklärt werden.

Mehr Straftaten gegen sexuelle Integrität und gegen die öffentliche Gewalt

Sowohl Straftaten gegen die sexuelle Integrität als auch Straftaten gegen die öffentliche Gewalt sind im Jahr 2018 gestiegen. Delikte gegen das Vermögen nahmen leicht zu, blieben jedoch deutlich unter den Werten der Jahre 2016 und früher.

Hälfte aller Beschuldigten sind Schweizer

Gut die Hälfte der Beschuldigten sind Schweizerinnen und Schweizer,  rund ein Drittel gehört zur ständigen ausländischen Wohnbevölkerung. Weitere 7 % der Beschuldigten gehören zum Asylbereich.

Beschuldigte sind häufig Männer zwischen 20 und 40 Jahren

Beinahe 4 von 5 Beschuldigten sind Männer.  Die Hälfte aller Beschuldigten ist zwischen 20 und 40 Jahre alt. Die Zahl der minderjährigen Beschuldigten ist gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben. Mit knapp 8 % liegt ihr Anteil jedoch deutlich unter dem Jahr 2009, als beinahe jeder 4 Beschuldigte minderjährig war.

 

Daten und weitere Informationen