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Kriminalstatistik

Rückgang der Straftaten im Jahr 2017

Im Jahr 2017 nahm die Zahl der Straftaten nach StGB zum vierten Mal in Folge ab. 9‘197 Straftaten nach StGB wurden polizeilich registriert, das sind 1‘143 Straftaten oder 11 % weniger als 2016. 45 % dieser Straftaten konnten aufgeklärt werden. Die Aufklärungsquote liegt im Thurgau deutlich über der gesamtschweizerischen Quote (36 %).

 

Straftaten gegen das Betäubungsmittelgesetz und gegen übrige Bundesnebengesetze blieben auf dem Vorjahresniveau. Einen deutlichen Rückgang gab es bei Straftaten gegen das Ausländergesetz.

60 % aller Straftaten sind Vermögensdelikte

Am häufigsten werden Straftaten gegen das Vermögen verübt (60 % aller Straftaten des StGB). Weitere 14 % der Straftatbestände richten sich gegen die Freiheit (z. B. Drohungen und Hausfriedensbruch), knapp 6 % sind Delikte gegen Leib und Leben (z. B. Tötungsdelikte oder Körperverletzung), 5 % Delikte gegen die öffentliche Gewalt.

 

 

Weniger Gewaltstraftaten

Im Jahr 2017 wurden im Kanton Thurgau deutlich weniger Gewaltstraftaten registriert. Dies ist auf einen markanten Rückgang bei den minderschweren Gewaltstraftaten zu-rückzuführen. Schwere Gewaltstraftaten stiegen leicht an, was vor allem auf vermehrte schwere Körperverletzungen zurückzuführen ist. Die Aufklärungsquote bei den Gewaltstraftaten liegt bei insgesamt 92,5 %. Alle Tötungsdelikte und schweren Körperverletzungen konnten aufgeklärt werden.

Straftaten gegen die sexuelle Integrität auf Vorjahresniveau

Beinahe gleich viele Straftaten gegen die sexuelle Integrität wie im Vorjahr wurden 2017  registriert. Dabei nahm die Zahl der Vergewaltigungen leicht ab. Auch wurden weniger Sexuelle Handlungen gegen Kinder registriert. Die Aufklärungsquote lag bei 91,2 %.

Hälfte der Beschuldigten sind Schweizer

Die Zahl der Beschuldigten ist im Jahr 2017 leicht zurückgegangen. Gut die Hälfte aller Beschuldigten sind Schweizer, ein Drittel gehört zur ständigen ausländischen Wohnbevölkerung und 6 % kommen aus dem Asylbereich. Gut drei von vier Beschuldigten sind Männer.

 

Die Hälfte aller Beschuldigten ist zwischen 20 und 39 Jahre alt. Weitere 30 % sind zwischen 40 und 60 Jahre alt. Die Zahl der minderjährigen Beschuldigten ist im Jahr 2017 angestiegen. Mit 8 Prozent liegt ihr Anteil jedoch deutlich niedriger als noch 2009, als jeder vierte Beschuldigte minderjährig war.

 

Daten und weitere Informationen