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Individuelle Prämienverbilligung

Gut jeder vierte Einwohner erhält IPV

Die individuelle Prämienverbilligung (IPV) wird zur Mitfinanzierung der Krankenversicherungsprämien auf Antrag von Personen in bescheidenen wirtschaft­lichen Verhältnissen ausgerichtet.

Im Jahr 2016 erhielten im Kanton Thurgau gut 72‘000 Personen eine individuelle Prämienverbilligung (IPV) nach dem Krankenversicherungsgesetz. Knapp 10'000 von ihnen bezogen Ergänzungsleistungen zur AHV oder IV. Weitere 3'000 Personen waren Sozialhilfeempfänger.

Die Zahl der Personen mit IPV ist in den letzten beiden Jahren in etwa konstant geblieben. Die Anpassung der Bemessungsgrundlage der IPV für Kinder auf die Vorgaben des Gesetzes über die Krankenversicherung hatte 2014 allerdings zu einer deutlichen Abnahme der Bezügerzahl geführt. So haben anstelle von annähernd 80 % der Kinder ab 2014 nur noch Kinder aus Familien mit tiefen und mittleren Einkommen Anspruch auf Prämienverbilligung, sofern die Eltern kein steuerbares Vermögen ausweisen. Im Gegenzug wurden zwei Kategorien geschaffen: Die Ansätze für Kinder aus Familien mit tiefen Einkommen wurden auf 80 % der kantonalen Durchschnittsprämie erhöht, jene für mittlere Einkommen wurden bei 50 % festgesetzt.

 

Im Kanton Thurgau waren 2016 27 % der Versicherten auf eine Prämienverbilligung angewiesen (mehr zum Thema Krankenversicherung). Das entspricht dem gesamtschweizerischen Durchschnitt. Die Unterstützungsleistungen pro Bezüger waren mit 1'750 Franken jedoch tiefer als in der Gesamtschweiz (1'891 Franken).

Die Ausgaben für individuelle Prämienverbilligungen sind im Kanton Thurgau 2016 weiter gestiegen (+4 %) und erreichten einen Wert von 126 Millionen Franken. Diese Zunahme ist hauptsächlich auf die Anhebung des IPV-Ansatzes von 2015 auf 2016 zurückzuführen.


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