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Wetter und Klima

Ein Jahr mit mehreren Witterungsextremen

Das Jahr 2016 war in der Schweiz um 0,7 Grad milder als die Norm der Jahre 1981 bis 2010. Damit gehört es zu den zehn wärmsten seit Messbeginn 1864. Das Jahr startete mit rekordnaher Winterwärme. Auf der Alpennordseite wurde regional das niederschlagsreichste erste Halbjahr seit Messbeginn registriert. So fielen am Standort Eschenz im Januar 185 mm, was deutlich über dem bisherigen Rekord aus dem Januar 2004 liegt (164 mm). Noch extremer war der Juni. In der ersten Monatshälfte brachten Gewitter kräftige Niederschläge und lokale Überschwemmungen. Zur Monatsmitte löste feuchte Mittelmeerluft in der Süd- und Ostschweiz Starkniederschläge aus. Die bereits nassen Böden reagierten mit Hangrutschen und Überschwemmungen. Im letzten Monatsdrittel zogen heftige Gewitterregen in der Ostschweiz erneut Unwetterschäden nach sich. Der Sommer kam erst im Juli und verweilte mit ungewöhnlicher Wärme bis September. Gegen Jahresende führte ein anhaltendes Hochdruckwetter auf der Alpennordseite und in den Alpen verbreitet zum niederschlagsärmsten Dezember seit Messbeginn 1864. An den Thurgauer Messstationen beliefen sich die Niederschläge in der Summe auf 1,5 bis 5 mm. Am Standort Eschenz fielen mit 1,9 mm gerade einmal 2 % der Niederschlags-Norm des Dezembers.


 

Weitere Informationen

Amt für Umwelt Kanton Thurgau
Die Webseite des Amtes für Umwelt zu den Hydrologischen Messwerten enthält unter anderem Informationen zu Niederschlag, Lufttemperatur und -feuchtigkeit unter Hydrodaten.

Meteo Schweiz
In den vergangenen Jahren hat MeteoSchweiz ihre Dienstleistungen hinsichtlich der Beurteilung des Witterungsgeschehens stark ausgebaut. Unter dem Stichwort Klimabulletin erhalten Sie eine detaillierte Beurteilung zum monatlichen und jährlichen Witterungsgeschehen.