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Unfälle

Zunahme der Verkehrsunfälle mit Leichtverletzten

Im Jahr 2017 wurden auf Thurgauer Strassen insgesamt 1‘365 Unfälle polizeilich registriert, davon 614 mit Personenschaden. Im Vergleich zum Vorjahr kam es zu etwas mehr Verkehrsunfällen mit Personenschaden (+48 Unfälle, +8,4 %). Dies ist auf mehr Unfälle mit Leichtverletzten zurückzuführen. Heute liegt die Zahl der Unfälle mit Personenschaden allerdings deutlich unter dem Niveau von vor ein paar Jahren.

 

Innerorts gibt es viele Unfälle

Die meisten Unfälle mit Personenschaden passieren innerorts, auf Autobahnen gibt es relativ wenig Unfälle. Die häufigste Unfallart auf Thurgauer Strassen war 2017 der Schleuder- oder Selbstunfall, gefolgt vom Auffahrunfall und Einbiegeunfall.

 

Viele Unfälle geschehen am Freitag und während des Feierabendsverkehrs

Während Unfälle mit Sachschaden witterungsbedingt am häufigsten in den Wintermonaten Januar und Dezember vorkommen, geschehen Unfälle mit Personenschaden öfter in den Sommermonaten Juni und August.
Im Wochenverlauf ist der Freitag der unfallreichste Tag. Viele Unfälle geschehen während des Feierabendverkehrs.

Rückgang der Unfälle unter Alkoholeinfluss

Häufigste Unfallursachen sind das Missachten des Vortrittsrechts sowie Unaufmerksamkeit und Ablenkung. Deutlich zugenommen haben im Jahr 2017 Unfälle mit der Hauptursache Geschwindigkeit, wobei allerdings im Jahr 2016 ein Tiefstwert ausgewiesen worden war. Zwei Drittel dieser Unfälle endeten mit einem Sachschaden. Die Zahl der Unfälle mit Hauptursache Alkoholeinfluss nahm im Jahr 2017 nochmals ab.

Mehr verunfallte Personen

Insgesamt verunfallten im Jahr 2017 746 Personen (Vorjahr 682), davon wurden 8 Personen bei Unfälle getötet und 139 schwerverletzt.

 

Die meisten Verunfallten waren mit einem Personenwagen unterwegs. Danach folgen Velofahrer und Motorradfahrer. Am häufigsten waren Verunfallte zwischen 20 und 29 Jahre alt. Die Zahl der verunfallten Kinder und Jugendlichen ist im Jahr 2017 angestiegen. Bei den meisten Unfällen waren die jungen Menschen mit Zweirädern (Velo und mit höherem Alter auch Motorrad und Motorfahrrad) unterwegs.

Unfälle mit dem Velo oder zu Fuss haben häufiger gravierende Folgen 

Bei E-Bike-Fahrern ist der Anteil der Schwerverletzten oder Getöteten mit 38 % deutlich höher als bei Fussgängern (29 %) und Fahrradfahrern (26 %). Im Vergleich dazu war der Anteil der Unfälle mit Schwerverletzten oder Getöteten bei Nutzung eines Motorrads mit 22 % etwas niedriger und bei  Unfällen mit einem Personenwagen  deutlich tiefer (13 %).


Daten und weitere Informationen

Tabellen

Kanton Thurgau

Strassenverkehrsunfälle mit Personenschaden nach Unfallsort, 1992-2017
Strassenverkehrsunfälle mit Personenschaden und Verunfallte, 1990-2017

Weitere detaillierte Tabellen und Grafiken finden Sie in der Thurgauer Verkehrsunfallstatistik der Kantonspolizei Thurgau.

Erhebungen

Die Ausführungen auf dieser Website basieren auf den Erhebungen der Verkehrsunfallstatistik des Bundesamts für Strassen und der Kantonspolizei Thurgau.

Weitere Informationen

Kantonspolizei Thurgau
Verkehrsunfallstatistiken

Bundesamt für Statistik
Verkehrsunfälle