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Gebäude- und Wohnungsbestand

Rund 65‘000 Gebäude mit Wohnnutzung

Ende 2017 gab es im Kanton Thurgau fast 65‘000 Gebäude mit Wohnnutzung. Verglichen mit dem Vorjahr nahm der Bestand um gut 500 Gebäude (+0,8 %) zu. Auch die Anzahl der Wohnungen entwickelte sich entsprechend und stieg auf fast 133‘000 an, rund 2‘500 bzw. 2,0 % mehr als im Vorjahr.

Starker Anstieg des Wohngebäudebestands

Seit dem Jahr 1990 hat sich der Gebäudebestand mit Wohnnutzung um gut 20‘000 Gebäude erhöht. Dies entspricht einer Zunahme von 45 %. Zwischen 2010 und 2017 hat er um 8 % zugenommen.
Infolge des Baubooms der letzten Jahre ist der Wohngebäudebestand im Kanton Thurgau vergleichsweise jung. Fast 45% der bestehenden Wohngebäude wurden nach 1980 erbaut. Besonders hoch ist der Anteil an neuen Bauten bei den Einfamilienhäusern. Über die Hälfte der Einfamilienhäuser wurde nach 1980 gebaut. Dieser Wert liegt etwa 10 Prozentpunkte über dem landesweiten Schnitt. Gleichzeitig ist jedoch auch der Anteil an sehr alten Wohnbauten im Vergleich zur Gesamtschweiz relativ hoch. Knapp ein Viertel aller Gebäude mit Wohnnutzung wurde vor 1919 erstellt (CH: 20 %).

 

Einfamilienhäuser überwiegen

Im Thurgau sind 62 % der Gebäude mit Wohnnutzung Einfamilienhäuser (CH: 57 %). Die übrigen Gebäude bestehen fast zu gleichen Teilen aus Mehrfamilienhäusern und Gebäuden mit Mischnutzung. In den vergangenen Jahrzehnten ist der Einfamilienhausanteil stark angestiegen. 1990 waren erst 54 % der Gebäude mit Wohnnutzung Einfamilienhäuser gewesen. Seit einigen Jahren stabilisiert sich der Anteil Einfamilienhäuser jedoch.

 

Unterschiedliche Gebäudestruktur in den Gemeinden

Die Gebäudestruktur ist von Gemeinde zu Gemeinde stark verschieden. In 11 der 80 Thurgauer Gemeinden sind mehr als 70 % der Wohngebäude Einfamilienhäuser, in Wilen sind es sogar über 80 %. Einen hohen Anteil an Mehrfamilienhäusern weisen in erster Linie Städte und deren Umland auf. In Gottlieben, Rickenbach, Kreuzlingen, Arbon und Horn ist rund jedes dritte Gebäude mit Wohnnutzung ein Mehrfamilienhaus.

Karte: Anteil Einfamilienhäuser am Gesamtbestand der Gebäude mit Wohnnutzung
Kanton Thurgau, 2017, Anteile in %

Leichter Trend zu höheren Gebäuden mit mehr Wohnungen

Nicht einmal jedes zehnte Wohngebäude im Kanton Thurgau verfügt über mehr als drei Stockwerke. Die grosse Mehrheit der Wohngebäude sind 2 oder 3 Stockwerke hoch (85 %). Seit ein paar Jahren zeichnet sich jedoch ein leichter Trend zu höheren Bauten ab. Bei den zwischen 2011 und 2017 entstandenen Gebäuden lag der Anteil der Wohngebäude mit mehr als drei Stockwerken bei 13 %. Parallel dazu nahm auch die Zahl der Wohnungen pro Gebäude zu. Insgesamt gibt es nur in 9 % der Thurgauer Wohngebäude mehr als fünf Wohnungen. Bei den zwischen 2011 und 2017 fertiggestellten Gebäuden ist dieser Anteil rund doppelt so hoch.

4-Zimmer-Wohnungen am häufigsten

Fast 30 % aller Wohnungen im Kanton sind 4-Zimmer-Wohnungen. Je gut 20 % machen 3- und 5-Zimmer-Wohnungen aus, weitere 16 % der Wohnungen verfügen über sechs Zimmer oder mehr. Die durchschnittliche Wohnfläche beträgt 115 m2. Rund ein Viertel aller Wohnungen sind grösser als 150 m2. Kleine Wohnungen gibt es nur wenige: Lediglich 5 % der Wohnungen haben eine Wohnfläche von weniger als 50 m2.
Nachdem die durchschnittliche Wohnfläche bis vor wenigen Jahren stetig gestiegen war, ist wieder ein Trend hin zu kleineren Wohnungen zu beobachten. So beträgt die Wohnfläche bei den Wohnungen mit Bauperiode 2001 bis 2010 im Schnitt 150 m2. Bei den in den Jahren 2016 und 2017 entstandenen Wohnungen sind es 115 m2.  


Daten und weitere Informationen